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Bharata Natyam

Im klassischen indischen Tanz (Bharata Natyam) werden auf eindrucksvolle Weise reiner Tanz mit Schauspiel und Ausdruckstanz verbunden. Komplizierte Bewegungsmuster mit abwechslungsreicher Choreographie zeichnen klare geometrische Formen (Mandalas) in den Raum. Im indischen Ausdruckstanz werden mit ausdrucksstarker Mimik und vielfältigen interessanten Handgesten Geschichten erzählt. Jede getanzte Geschichte hat eine wörtliche Bedeutung und eine tiefe innere Bedeutung, die uns zu Einsichten führen kann.
Hier wird immer wieder die schöpferische Kraft des Universums ausgedrückt, die erst durch das Zusammenwirken zweier gegensätzlichen Energien ermöglicht wird. Deren Zusammenspiel wird symbolisch dargestellt als weiblicher und männlicher Aspekt, Shiva und Parvati, Radha und Krishna etc. Der immer wiederkehrende Rhytmus des Universums wird getanzt:
Entstehen, Werden und Vergehen. In äußerst kraftvollen Bewegungen und Posen kommt Maskulinität zum ausdruck, wogegen die anmutigen weichen fließenden Bewegungen dem weiblichen pendant entspringen.
Bharata Natyam ist auch ein Weg, im Einklang mit dem Höchsten die Wahrheit in sich selbst zu finden, sowohl für den Künstler als auch für das Publikum. Wenn der Zuschauer in der Lage ist, die von den Tänzern vermittelten Gefühle und Stimmungen zu empfinden, dann entsteht „Rasa“ oder echte künstlerische Erfahrung.
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