News
Angebot / Kurse
Ausbildung BDY/EYU
Weiterbildung
TriYoga
HormonYoga
Naturheilpraxis
Yoga
Urvasi Leone & Yogateam
Feedback
Kalender / Seminare
Yoga-Netzwerk
Indischer Tanz
Kontakt
Links

Yogalehrerausbildung


Yoga Berlin

bildleisteyoga

Yoga

Was ist Yoga?
Yoga im Alltag
Der Gewinn durch Yoga
Der Körper als Tempel der Seele
Der achtgliedrige Yogapfad / Die Ethik des Yoga
Der Yogaunterricht am Kompetenzzentrum Akademie für Yoga Berlin
Heilyoga mit Urvasi Leone
Die an Wunder grenzende Wirkung des Yoga - erklärt durch die Pancha Kosha
Der größere Zusammenhang - der Sinn unseres Daseins

Danksagung

Sie können Kapitel für Kapitel lesen, Sie können sich aber auch inspirieren lassen und die Kapitel zuerst lesen, die Sie am meisten ansprechen! Urvasi Leone

 

Was ist Yoga?

Yoga ist eine Jahrtausende alte Methode, sich körperlich, seelisch und geistig zu entfalten. Menschen, die regelmäßig Yoga praktizieren erleben, dass Geschmeidigkeit, Kraft, Zufriedenheit und innere Gelassenheit zunehmen.

Assoziieren Sie mit Yoga körperliche Übungen, die einem helfen, in einen entspannten Zustand zu gelangen? Das ist richtig, entspricht jedoch einem Wassertropfen im Vergleich zum Meer. Die Fülle dessen, wozu ein ganzheitlich erlernter und praktizierter Yoga imstande ist, kann kaum mit wenigen Worten ausgedrückt werden.

Diese Ausführungen fügen obigem ein paar "Wassertropfen" hinzu, und möchten Lust machen und Neugier wecken, den wunderbaren Weg des Yoga mit uns gemeinsam zu erkunden!  

Yoga heißt übersetzt „Verbindung, Einssein“, hergeleitet von der Sanskrit-Wurzel „yuj“  verbinden, vereinigen. Was wollen wir verbinden? Die Verwirklichung von Yoga ermöglicht uns alle Aspekte unserer Wirklichkeit miteinander in Einklang zu bringen.

^

IMG_1715yogatxt IMG_1718yogatxt

Yoga im Alltag

Was heißt das konkret in unserem Leben im Alltag? Die Frage kann beantwortet werden, indem wir einen Teilaspekt betrachten:

Ich möchte mich mit meinen Geist und meinem Körper bei allen Aktivitäten harmonisch verbunden wissen, also im Einklang erleben. Wir können meistens alle ganz gut spüren, wenn dem nicht so ist.

IMG_0941yogatxt IMG_0900yogatxt

Hierzu ein konkretes Beispiel aus dem Alltag vieler Menschen: Ich sitze am Schreibtisch und habe Ideen, bin inspiriert und bringe etwas zu Papier.  Nach einer Weile  „beklagt sich“ mein Nacken mit unangenehmen Spannungen.  Dann weiß ich, dass mein Körper trotz der inspirierenden kreativen Gedanken nicht am Wohlgefühl des Geistes teil hat.  Wenn ich bei meiner geistigen Arbeit auch meinen Körper mit Wohlgefühl „bewohnen“ kann, dann wäre in diesem Beispiel Yoga im Alltag ein Stück weit verwirklicht.

Viele Menschen praktizieren Yoga, sind aber noch nicht im Stande, die im Yoga erlebte Harmonie auch im Alltag tatsächlich zu leben. Es gibt einen Bruch zwischen der eigenen Praxis und dem Alltag.

DSC05266yogatxt  IMG_0803yogatxt  DSC05266yogatxt

Wenn ich auf Dauer Yoga nur auf der Matte „hinkriege“, und im Alltag wieder ganz in meine alten Muster verfalle, wie in der Zeit, bevor ich mit Yoga angefangen habe, dann stimmt etwas nicht mit meiner Yogapraxis. Im nächsten Kapitel lesen Sie, wie Sie diese Herausforderung meistern können...

^

Der Gewinn durch Yoga

Yoga geht weit über das reine Ausführen von Übungen hinaus. Wenn ich Yoga nutze, um meine Haltungen und Muster kennen zu lernen (svadhyaya) und darüber hinaus noch erfahre, wie ich sie ändern kann, habe ich tatsächlich einen Gewinn. Dieser wird von den meisten zunächst auf der körperlichen Ebene deutlicher wahrgenommen. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Kurse erleben, dass sich auch das seelisch - geistige Befinden deutlich verbessert. Von vielen höre ich den Spruch: "Warum habe ich nicht schon früher begonnen... wenn ich das gewusst hätte, ich hätte mir soviel ersparen können!"

Vielleicht ja - vielleicht nein - vielleicht war es wichtig, bestimmte Erfahrungen durch zu machen. Es ist nie zu spät. Wir haben junge TeilnehmerInnen, wir haben TeilnehmerInnen, die mit 60 einsteigen und durch Yoga eine große Bereicherung für ihr Leben und sogar Verjüngung empfinden. (mehr über die ganzheitliche Wirkungsweise des Yoga finden Sie weiter unten beim Thema "Heilyoga)"

DSC03957yogatxt
 
^

Der Körper als "Tempel der Seele"

Der Einstieg in den Yoga findet in den Kursen vor allem dadurch statt, dass auf der körperlichen Ebene begonnen wird. Dies ist die konkret fassbare Ebene, die wir zunächst ausbalancieren und beleben möchten. So schaffen wir eine gesunde Grundlage dafür, später auch in die feineren Dimensionen des Yoga eintauchen zu können. Durch eine Hatha Yoga Praxis sind wir "geerdet", das heißt wir sind in der Lage, mit unserer äußeren Wirklichkeit gut umzugehen. So heben wir nicht ab!

Bevor wir den Körper "transzendieren" können, wollen wir ihn erst einmal vollständig bewohnen! Wie wollen wir etwas transzendieren, was wir noch nicht haben?  Menschen die gleich zu Anfang nur meditieren möchten, werden oft damit konfrontiert, dass der Rücken sich meldet oder dass man aus anderen körperlichen Gründen nicht in der Lage ist, eine aufrechte Sitzhaltung einzunehmen.

 IMG_1555yogatxt
(die Lotusblüte, die im Schlamm wurzelt, steht als uraltes Symbol für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen)

 
Durch eine körperliche Yogapraxis wird der Körper flexibel und stark, so dass wir immer leichter aufrecht sitzen können, bis es ganz mühelos möglich ist (ohne Lehne) sitzen zu können und die Aufrichtung unserer natur entspricht! Dies ist nicht nur hilfreich für  Atemübungen (pranayama) und Meditation aber auch für das "gute"Sitzen im Alltag.  Es ist sinnvoll, die eigene momentane Situation entsprechend zu berücksichtigen.  Solange die Aufrichtung noch "auf dem Weg" ist, kann man sich bei Atemübungen und Meditation an die Wand anlehnen, mit Kissen unterstützt oder auf einem Stuhl so aufrecht wie möglich setzen. 
Die körperliche Praxis wird Hatha Yoga genannt, unabhängig vom Yogastil. Im Hatha Yoga wird der Körper als "Tempel der Seele" betrachtet. In der abendländischen Kultur kennen wir den Spruch "ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper"

"Die Wissenschaft des Hatha Yoga ist die Leiter, die hinaufführt; sie wird von denjenigen bestiegen, die wahrhaftig die höheren Ebenen des königlichen Pfades anstreben." Goraksha Samhita

Wenn wir unseren physischen Körper tatsächlich bewohnen, und uns in ihm und mit ihm wohlfühlen, steht den feinstofflichen Ebenen nichts mehr im Wege.

^

Der achtgliedrige Yogapfad

- Die Ethik des Yoga

Auch wenn wir auf der körperlichen Ebene einsteigen, so basiert Yoga dennoch auf einer ethischen Grundhaltung. Die ethischen Zurückhaltungen (yama) beinhalten Gewaltlosigkeit (ahimsa), Wahrhaftigkeit (satya), Nicht-Nehmen was mir nicht zusteht (asteya), Kontrolle über sinnliche Begierden(bramacharya) und Nicht-Anhaften (aparigraha)

Die ethischen Beobachtungen (niyama) beinhalten Reinheit, sauca (ein Aspekt hiervon ist Klarheit, reines Handeln ohne Hintergedanken);  Zufriedenheit (santosha), Praxis (tapas)  Selbststudium (svadyaya), und Hingabe (ishvara-pranidhana).   
Es gibt keinen Zwang, kein "Du sollst." Die Begriffe der Ethik stehen im Raum, um sich mit ihnen auseinander zu setzen, um nach und nach einen ausbalancierten harmonischen Lebenstil zu finden. Dies ist als Entwicklungprozess zu sehen. So wie eine Pflanze wächst, wenn wir sie hegen und pflegen, so wachsen wir auch , wenn wir gute Bedingungen schaffen.

Wenn man zu schnell etwas ereichen will, zieht man die Pflanze aus der Erde. So ist es auch mit unserem Entwicklungsweg. Pushen und etwas erzwingen wollen funktionieren nicht und wirken eher kontraproduktiv. Manchmal ist auch die Zeit noch nicht reif für einen bestimmten Schritt.  Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und geht seinen ganz persönlichen Weg. Wenn wir mir einer inneren Haltung üben, die ein  "Zulassen dessen was ist " erlaubt, den eigenen Körper "liebevoll mitnehmen" auf die innere Reise, dann wird die Praxis von Erfolg gekröhnt sein, ganz gleich auf welcher Ebene wir einsteigen.

Yoga ist keine Religion, es gibt kein Dogma. Dennoch können religiöse Menschen Yoga sehr gut mit ihrer persönlichen Religion oder ihrem individuellen Glauben verbinden, ganz gleich welcher Richtung. Bestimmte Aspekte der Yogaethik finden sich in den meisten Religionen wieder.

yama und niyama sind die ersten beiden Glieder des achtgliedrigen Yogapfades (ashtanga yoga), wie er in den Yoga Sutren von Patanjali beschrieben wird. Als drittes Glied wird Haltung (asana) genannt. Dies meint die äußere und die innere Haltung, in der wir uns befinden. In der Yoga Praxis umfasst es außerdem die körperlichen Übungen, im TriYoga die besonderen TriYoga Flows, die dazu führen, dass Körper und Geist sich entspannen und die Energie fließen kann.
Die Yogaatmung (pranayama) ist das vierte Glied. Die Praxis von pranayama, balanciert und erhöht die Lebensenergie.
pratyahara, das fünfte Glied umfasst den richtigen Gebrauch der Sinne. Es bewirkt dass unsere Energie nicht vergeudet wird. Das Üben von pratyahara versetzt uns in die Lage ein hohes Engerielevel halten.

Das sechste Glied, Sammlung (dharana), beschreibt die Fähigkeit, sich auf ein äußeres oder inneres Objekt fokussieren zu können und die Konzentration halten zu können.

Das siebte Glied, Meditation (dhyana), ist mühelos gehaltene Konzentration. Man hat das Gefühl von Leichtigkeit. Das Wachbewusstsein wird ruhig. Gleichzeitig erwachen große geistige Qualitäten.

Das achte Glied, samadhi, ist ausgedehnte Bewusstheit. Letzendlich verbindet sich das individuelle Selbst, die individuelle Seele (jiva-atman), mit dem großen Ganzen, dem Universum oder der Allseele (param atman). Man taucht ein in die kosmische Energie von sat chit ananda: Sein, Bewusstsein und Glückseeligkeit.
Auch wenn manche Begriffe dieser kurzen Aufzählung des achtgliedrigen Yogapfades erst einmal etwas abstrakt klingen mögen, so ist es doch ganz einfach zu beginnen, auf der Yogamatte!
Der Yoga-Weg ist eine Entdeckungsreise und und wer ihn anfängt zu beschreiten, wird erleben, wieviel Freude es bereitet, diesen Weg zu gehen, wie sehr er das Leben zu bereichern vermag!

 

^

Der Yoga-Unterricht an der Akademie für Yoga

Alle Lehrer der Akademie für Yoga Berlin haben eine grundlegende vierjährige Yogalehrerausbildung bei Urvasi Leone mit dem anerkannten BDY – Abschluss absolviert. Außerdem nehmen sie regelmäßig an Fortbildungen bei Urvasi Leone und bei anderen Lehrern teil. Alle haben die Befähigung erworben individuell zu orientieren, eine wichtige Voraussetzung für Ihren Fortschritt im Unterricht!   

Erleben Sie in Frau Leones Yogakursen, wie Sie das Yogawissen alltagstauglich anwenden können! Manchmal sind es ganz kleine Hinweise in einer Übung, die Ihnen erlauben, eine bestimmte Region Ihres Körpers besser zu „bewohnen“ und wodurch Probleme plötzlich  verschwinden können. Stück für Stück wird Ihnen die feine subtile Art unseres Unterrichts ermöglichen, mehr Freude im Körper und Erfüllung im Alltag zu finden.

Wir bieten unterschiedliche Stilrichtungen an:

- TriYoga Flows > siehe Menüpunkt; in den Kursen bei Urvasi Leone, Doris Stern, Britta Klemmstein,
        bei   Andrea  Thunig auch im TriYoga Stil

- Hormonyoga > siehe Menüpunkt Hormonyoga

- Gitananda Yoga (Yoga nach Swami Dr. Gitananda)> mehr Infos zu diesem Stil finden Sie in Kürze. Urvasi Leone unterrichtete diesen Stil bevor sie TriYoga entdeckte. Dieser Stil wird an der Aakdemie besonders von Marion Schüler, Sylke Maurer, Andrea Thunig vertreten

- Spiral-Yoga  ist eine therapeutische Yogarichtung, die von Urvasi Leone begründet wurde. Mehr dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Naturheilpraxis
 

^

- Heilyoga mit Urvasi Leone:

Rückenschmerzen sind die häufigsten Beschwerden der Menschen in den westlichen Industrienationen. Viele Menschenkommen mit Rückenschmerzen zum Yoga. 90 % der Fälle beruhen auf Muskelverspannungen. Dass hier gezielte Übungen sehr hilfreich sind, wird auch wird von vielen Ärzten bestätigt. Der ärztliche Direktor des DRK Schmerzzentrums in Mainz, Dr Raimund Casser empfiehlt den Patienten "Übungstherapie"im Sinne gezielter Bewegungen um die Verspannungen zu lösen.

Die Heilpraktikerin und Yogalehrerin Urvasi Leone konnte sehr gute Erfahrungen machen beim therapeutischen Einsatz der TriYoga Methode. In ihren Basics-Heilyoga-Kursen erfahren viele TeilnehmerInnen Linderung bis hin zum völligen Verschwinden ihrer Beschwerden. Bei hartnäckigen andauernden Bechwerden empfiehlt sich eine ärztliche Diagnose, um alles abzuklären im Hinblick auf Bandscheiben-vorfall / -vorwölbung oder arthrotische Veränderungen.

Es geht jedoch nicht nur darum , die körperliche Verspannungen zu lösen , sondern auch darum, nach und nach die physiologisch ungünstigen Bewegungsmuster zu ändern, die zu den Beschwerden geführt haben. Mit Meditation und Innenschau können ebenso die inneren Haltungen, die mit einem bestimmten Problem im Zusammenhang stehen, erkannt und verändert werden.

Bei Versteifungen im bestimmten Körperregionen sind meistens andere Bereiche überlastet. In den Heilyoga-Kursen bei Urvasi Leone lernen die TeilnehmerInnen zu erkennen, wo sie überbeweglich sind und lernen, welche Bereiche mehr Bewegungsspielraum brauchen, um sich funktionell und gesund bewegen zu können. Urvasi Leone vermittelt auch, wie die überbeweglichen Strukturen stabilisiert werden können, um Degeneration zu vermeiden.

Wir haben einen Bewegungsapparat, keinen "Stillhalte-Apparat!" Wer Beschwerden hat , kommt nicht umhin, selbst etwas zu üben, um nachhaltige, bleibende Erfolge zu erleben. In jeder Heilyogastunde gibt Urvasi Leone Übungstips, vermittelt Körperbewusstsein und Körperkenntnis. Die TeilnehmerInnen lernen durch die besonderen Anleitungen von Urvasi das Zusammenspiel der Muskelketten kennen und erwerben auf diese Weise während des Übens ein grundlegendes Verständnis zur Wirkungsweise der Yogaübungen. 

Durch dieses praktische Wissen lernen die TeilnehmerInnen ganz bewusst Verantwortung für sich sebst und ihre eigene Befindlichkeit zu übernehmen und sind nicht mehr "ausgeliefert". 

Natürlich sind die Basics Kurse auch für jeden gut, der (noch) keine Beschwerden hat, damit das auch so bleibt!

Durch die Verbindung der Yogaübungen mit dem Atem unterscheidet sich die Praxis wesentlich von reinen therapeutischen Übungen. Die jahrtausendelange Erfahrung der Yogis zeigt, dass Yoga-Atemübungen (Pranayama) nicht nur auf das körperliche, aber auch auf das seelische Befinden positiv wirkt. Die beobachteten Wirkungen reichen von mehr Gelassenheit, innerer Ruhe mit gleichzeitiger Wachheit und Präsenz bis hin zu spontanen Glücksgefühlen.

Oft kann Yogaatmung, wie sie im Basics Kurs vermittelt wird,  zur Unterstützung einer Psychotherapie angewandt werden. Manche seelische Probleme lösen sich sogar von selbst, da Yogaatmung oft zur Folge hat, dass wir die Dinge in einem anderen Licht sehen. Mit der Einstellung "das Glas ist halb voll" kann ich  auch mit herausfordernden Situationen konstruktiv umgehen. Die umgekehrte Sichtweise  wird dazu führen, dass man alles negativ sieht. Viele Menschen erleben, dass sich eine solche negative Sichtweise mit Hilfe von Yoga zum Positiven verändert, denn Yoga wirkt ganzheitlich.

IMG_1339yogatxt IMG_1119yogatxt

^

Die an Wunder grenzende, ganzheitliche Wirkung des Yoga - erklärt durch die Pancha Kosha - fünf Hüllen

Om purnam adah Purnam idam
purnat purnam udacyate
purnasya, purnam adaya
purnam evaavashishyate

(Isha Upanishad)

"Om Fülle jenseits, Fülle diesseits
aus der Fülle strömt die Fülle
von der Fülle nehmend-
bleibt die Fülle doch erfüllt.
Om Frieden Frieden Frieden"

Dieser Jahrtausende alte Vers lässt die Wirkung von innen heraus erahnen.

Wie ist die vitalisiserende, wunderbar ganzheitliche Wirkung des Yoga zu verstehen?
Wenn wir ausschließlich das westliche  "schulmedizinische" Konzept verwenden, wird es in der Tat etwas kompliziert.
Hilfreich ist hier das altindische Konzept der Pancha Kosha (Fünf Körper), dass sich in vielen Heiltraditionen alter Hochkulturen findet und auch in der modernen ganzheitlichen Medizin wieder entdeckt und verwendet wird, so  z.B. in der Psychokinesiologie nach Prof Dr. Klinghart, auch bekannt als Neurobiologie.

Die Sichtweise der Existenz von fünf Körpern oder "Hüllen"entspringt dem Erfahrungswissen der Yogis und Mystiker der Antike und der Gegenwart. Die erste Hülle, Annamaya Kosha kann aus dem Sanskrit übersetzt werden mit "Hülle, die aus Nahrung besteht". Sie umfasst den physischen Körper, den wir sehen und anfassen können. Dieser wird überwiegend durch physische Dinge genährt, wie gesunde, ausgewogene Ernährung und Flüssigkeitszufuhr sowie Sauerstoff aus der Atmung. Damit er gesund bleibt, benötigt er "richtige Übungspraxis." In der Yogatradition, sind das Yogapraktiken.

Die zweite körperliche "Hülle" heißt Pranamaya Kosha. Dies ist der Energiekörper. Dieser wird von unzähligen Energiekanälen durchzogen, den nadis. Der Energiekörper durchdringt und umgibt den physischen Körper. Pranamaya Kosha umfasst die Aura, die von den meisten Menschen als Ausstrahlung wahrgenommen wird. Manche können diese auch sehen oder fühlen.  Da dieser Körper aus Energie (Prana) besteht, wird er besonders durch Pranayama (Yoga-Atemtechniken) genährt. Die sogenannten Siddhis, die besonderen Fähigkeiten, wie Hellsehen oder -fühlen entfalten sich übrigens auch nach und nach durch regelmäßige Pranayama Praxis und Meditation.

Die dritte körperliche "Hülle" ist Manomaya Kosha und bedeutet übersetzt aus dem Sanskrit "Mentalkörper". Es ist die Ebene, auf der unsere Denkprozesse stattfinden und umfasst bewusste und unbewusste geistige Vorgänge. Dazu gehört auch unsere mentale Projektionsfläche; das ist die Ebene, auf der uns alles bewusst wird: unsere Sinneswahrnehmungen, Gefühle und Gedanken. Verschiedene Meditations- und Entspannungsmethoden tragen dazu bei, das eigene Denken positiv zu beeinflussen. Bei einer bekannte Methode begitb man sich in die Position eines Beobachters, d.h. man betrachtt sich selbst, die eigenen Gedanken und Interaktion mit anderen Menschen von der "Vogelperspektive" aus. Man lernt dabei die Haltung eines "neutralen Beobachters" einzunehmen, so als wäre man eine dritte Person. Wer dies praktiziert, wird erleben, dass man vielen Aspekten der eigenen Persönlichkeit auf den Grund geht. Gleichzeitig findet eine Transformation statt. Man erkennt das daran, dass man innerlich ruhiger und gelassener wird und dass sich selbst nicht mehr zu ernst nimmt. Man kann auch mal über sich selbst lachen!

Die vierte körperliche Hülle heisst Vijnanamaya Kosha und umfasst die Ebene der intuitiver Wahrnehmung und des intuitivem Unterscheidungsvermögens. Es ist die Ebene, auf der wir etwas intuitiv erfassen oder wissen ohne es unbedingt begründen zu können. Diese Ebene ist bei allen Menschen vorhanden.

Warum haben die meisten Menschen dennoch das Gefühl nicht mit ihrer Intuition verbunden zu sein? Damit wir zu dieser feinen Ebene Zugang haben, müssen die vorher genannten Körper geläutert und "gereinigt" sein (z.B. durch eine ganzheitliche Yogapraxis mit Arbeit an unseren einschränkenden Mustern und korrekte Ernährung). Nur wenn die feinstofflichen Energiebahnen geklärt und durchlässig sind, fließt die Energie und wir werden empfindsam für feinstoffliche Wahrnehmung.

Die fünfte Ebene heisst Anandamaya Kosha und kann mit "Ebene der Glückseeligkeit, Ebene der Vollkommenheit" übersetzt werden. Die gute Nachricht ist, dass auch diese Ebene bei jedem vorhanden ist, aber häufig ist der Zugang zum "inneren Licht" noch "verhüllt" so wie Wolken die Sonne verhüllen.

 DSC03681yogatxt               DSC03679yogatxt

Die Verbindung zu dieser innersten Ebene kann erlangt werden, indem die drei erstgenannten Ebenen (körperliche, energetische und mentale Ebene) geläutert werden. Das bedeutet, dass wir durch eine ganzheitliche Yogapraxis nach und nach die behindernden, unbewussten Muster auflösen.  
Wer zu dieser Ebene den Zugang gefunden hat, ist eins mit allen fünf Ebenen des Seins, ist im Einklang mit sich selbst, mit den anderen Menschen, der Natur und dem "Großen Ganzen". Menschen, die den vollen Zugang zu Annamaya Kosha erlangt haben, sind in der bedingungslosen Liebe und im Licht.

Diese Menschen empfinden, dass sie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, im Fluss zu sind, und haben das Gefühl, dass die Dinge im richtigen Moment zu einem kommen. Man mag auf den ersten Blick sagen, das betrifft nur begnadete Menschen.
Wer allerdings von der Reinkarnation ausgeht, also die Wiedergeburt annehmen kann, weiß, dass diesem begnadeten Zustand irgend wann einmal ein langes An-sich-arbeiten vorausgegangen ist. Das aufrechte Bemühen um ein Leben im Einklang mit sich und dem was ist, führt eines Tages zu diesem Zustand von Sat-Chit-Ananda, von unendlicher Wahrheit, Weisheit und Glückseeligkeit.

DSC03952yogatxt  IMG_1763yogatxt

Wer den Weg des Yoga Schritt für Schritt beschreitet, mag zunächst erleben,  dass man sich selber besser kennenlernt, ebenso die eigenen Schattenseiten. Es findet eine Entwicklung statt. Man bemerkt, dass man in herausfordernden Situationen und Konflikten anders reagiert, eher ruhig bleiben kann und sich weniger schnell aufregt. Nach längerer Yogapraxis (mit Pranayama!) stellt sich zunehmend Zufriedenheit (santosha) ein. Sogar ein gewisses (erst einmal unterschwelliges) Glücksgefühl ist nicht selten.

Dieses Glücksgefühl (ananda) mag noch nicht permanent sein, dennoch überwiegt es gegenüber weniger angenehmen Zuständen und wird immer deutlicher und überragender!
Yoga - als ganzheitliche Praxis - bietet somit die Chance, das eigene Potential bis zur Vollendung zu entfalten.

Fangen Sie am besten noch heute mit Yoga an!

   

DSC03923yogatxt

^

Der größere Zusammenhang - der Sinn unseres Daseins

In den vorangegangenen Ausführungen ist der persönliche Weg, die individuelle Heransgehensweise besprochen worden, die im Yoga als der Weg der individuellen Seele, jiva-atman bezeichnet wird. Wir leben jedoch in einem gößeren Zusammenhang, sind Teil des großen Ganzen, auch wenn wir dies manchmal in der Alltagshektik vergessen. Wenn wir durch unsere spirituelle Praxis das erste Mal intensiv erleben, dass wir vernetzt sind, verbunden sind, mit allem was ist, mit allen Pflanzen, mit allen Tieren, mit allen Menschen und sogar mit der unbelebten Welt, überkommt uns ein tiefes Mitgefühl. Diese Erfahrung vermag unser energetisches Herz zu öffnen und enthüllt uns den Sinn unseres Daseins: bedingungslos zu lieben. Aus diesem Grund wenden sich immer mehr Menschen spirituellen Traditionen zu, die den Zugang zum Herzen betonen.

Unsere Yogatradition, TriYoga nach Kali Ray, beinhaltet nach dem Abschluss einer jeden Flow-Sequenz einen besonderen Mudra-Flow, der die gewonnene Energie dem Herzen zuführt. Ich vermute, dass auch dies ein Grund dafür ist, warum TriYoga  derzeit so "boomt" und warum viele Menschen nach der ersten Stunde in TriYoga begeistert ins "Flowfieber" verfallen. Sie spüren - wenn auch zunächst unbewusst - dass dieser Stil, der durch göttliche Eingebung inspiriert wurde,  im wahrsten Sinne Körper, Geist und Seele entfaltet. Die Begründerin , Kali Ray strahlt bedingungslose Liebe aus, ganz gleich wer ihr begegnet, mit welchem Schicksal, jeder ist willkommen, jeder wird angenommen.

Letztlich geht es darum, die bei vielen Menschen durch jahrhunderlange Traumata verhüllte Fähigkeit bedingungslos zu lieben wieder zum Leben zu erwecken. Wenn der volle Zugang zum Herzen gelingt, entspringt tiefes Mitgefühl für alles, was lebt. Wir möchten niemandem mehr Leid zufügen, denn wir können uns in die Lage eines jeden Wesens mühelos hineinversetzen. Dann bringen wir es auch nicht mehr fertig,  unsere Brüder und Schwestern aus dem Tierreich barbarisch umzubringen, um sie essen. Die vegetarische bzw. vegane Ernährung ergibt sich dann von selber. Sie ist übringens die Ernährung der Zukunft, die zur Heilung beiträgt. Wenn eine bestimmte kritische Masse an Menschen zu einem neuen Bewusstsein in Liebe erwacht sind, werden bewffanete Auseinandersetzungen der Vergangenheit angehören. Das erwachte Mitgefühl wird bewirken, dass andere Methoden zur Einigung über Meinungsverschiedenheiten zur Anwendung kommen.

In der Tiefe seines Herzens wünscht sich jeder Mensch bedingungslos geliebt und als einzigartig, bedeutend angenommen und anerkannt zu werden. Jeglichem menschlichen Fehlverhalten liegt eigentlich Liebesmangel zugrunde. Wenn diese Tatsache sich in den Köpfen der Menschen mehr ausbreitet, werden andere, effektivere Therapieformen zur Anwendung kommen.

Neulich hörte ich im Inforadio eine Sendung, die den Titel trug: "puppies behind bars", was soviel bedeutet wie Welpen hinter Gittern. In einem New Yorker Gefängnis mit Schwerverbrechern hat eine Therapeutin ein besonderes Projekt initiiert: Jeder Mensch im Gefängnis bekam ein Welpen zugeteilt, dass er unter Anleitung erziehen durfte. Befragt nach ihren Erfahrungen kamen sehr bewegende Antworten von den Gefangenen, von Joe: " Ich habe das erste Mal in meinem Leben erlebt, wie es ist geliebt zu werden, obwohl ich etwas sehr Schlimmes getan habe. Mir ist bewusst geworden, dass es da draußen noch etwas anderes gibt als sinnlose Gewalt und Unterdrückung." Der Bericht vonJoe und seinen Mitinsassen haben mich zu Tränen gerührt.

Es wäre wünschenswert, wenn auch in anderen Gefängnissen der Welt, dieses Beispiel einer vergleichsweise einfachen Therapie übernommen würde. Tiere lieben bedingungslos, wenn sie nicht von Menschen gequält und traumatisiert wurden!

Auch in unzerstörter, naturbelassener Landschaft ist die bedingungslose Liebe, die jede einzelne Pflanze ausstrahlt, spürbar. Daher kann die ausgleichende heilende Wirkung eines Spaziergangs in einem einigermaßen gesunden Wald von jedem empfunden werden.

Der Weg zu einer friedvolleren Welt beginnt bei jedem einzelnen. Wer in der Lage ist, durch seinen eigenen Entwicklungsweg innere Konflikte zu heilen und dadurch Frieden und Gelassenheit in sich selbst findet, kann auch anderen gegenüber Mitgefühl, Milde und Güte  empfinden, ganz gleich, mit welchem Schicksal dieser Mensch verbunden ist! Dies erleichtert es, die persönliche Lebensaufgabe, das eigene "dharma" zu finden, wodurch jeder einzelne zur Entwicklung des großen ganzen beiträgt.

Mögen alle Wesen wieder zur bedingunglosen Liebe zurückfinden!

 

Asatoma Sad gamaya

Tamaso ma jyotir gamaya

Mrtyor maamrtam gamaya

            (aus Brhadaranyaka Upanishad)

"Vom Nichtsein führe mich zum Sein

Von der Dunkelheit führe mich zum Licht

und vom Tod führe mich in die Unstreblichkeit"

 

Om Lokah samastah

sukhino bhavantuh

Om Shantih, shantih, shantih

Om

(frei übersetzt):

"Möge mein Tun alle Wesen glücklich machen

Frieden finden mit der Vergangenheit,

Frieden für die Gegenwart,

Frieden für die Zukunft"

Jaya Guru Devi!

"Möge sich die kosmische (inspirierte) Energie in Dir entfalten!"

 

Danksagung

Ich danke allen, die wesentlich zu meiner Inspiration, Entfaltung, Erkenntnissen und zu meinem Erfolg beigetragen haben, und danke ganz besonders Kali Ray, Swami Dr. Gitananda, Yashi Kunz, Frau Dr. Qui Duan Li, Anna Trökes, Maryam, Dr. Christian Larsen, Yolande Deswarte, Maja Christen and all den vielen anderen Menschen, bei denen ich lernen durfte, deren namentliche Nennung diesen Rahmen sprengen würde. 

 

 

 

^ zurück nach oben

 

 

 

 

© Urvasi Leone - alle Texte und Bildmaterial sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne unsere verherige schriftliche Zustimmung weder   veröffentlicht, vervielfältigt noch auf andere Weise Dritten zugänglich gemacht werden

Yoga Berlin

Hormonyoga